Markus Preiß im Interview bei den Wirtschaftsmachern. (Foto: Malin Miechowski)

Markus Preiß

Vollblutjournalist – so beschreibt Markus Preiß sich selbst: Er arbeitet als Reporter, Redakteur und Nachrichtensprecher. „Am liebsten bin ich direkt im Geschehen, da wird man kribbelig im Studio, wenn man nicht dabei sein kann.“ Man merkt: Sein Reporterherz pocht.

Die Vergangenheit

Lang ist's her: Begonnen hat Markus Preiß seine akademische Karriere an der TU Dortmund - damals noch mit handgeschriebenen Archivkarten. (Foto: TU Archiv)
Lang ist’s her: Begonnen hat Markus Preiß seine akademische Karriere an der TU Dortmund – damals noch mit handgeschriebenen Archivkarten. (Foto: TU Archiv)

Zur Welt kam Markus Preiß 1978 in einer kleinen Ortschaft in Thüringen. Neben dem Studium der Politikwissenschaft und Journalistik an der TU Dortmund wurzelt seine journalistische Laufbahn in der Zeit als Reporter bei der Thüringischen Landeszeitung. Weitere Meilensteine für seine berufliche Karriere setzte Preiß bei der Süddeutschen Zeitung, dem Handelsblatt und bei GEO. 2003 begann er als Reporter in der Tagesschau/Tagesthemen-Redaktion des WDR in Köln. Von 2006 bis 2011 berichtete Preiß dann als ARD-Korrespondent aus Brüssel mit dem Schwerpunkt Finanz- und Eurokrise. Anschließend arbeitete er beim ARD-Morgenmagazin und als ARD-Korrespondent in Paris.

Die Gegenwart

Seit Ende 2014 leitet Markus Preiß nun die Tagesschau/ Tagesthemen-Redaktion des WDR. Sein Themenschwerpunkt liegt auch hier auf der Euro-Krise. Seitdem hat er zudem des Öfteren die Sendung „Brennpunkt“ im Ersten moderiert und berichtete unter anderem über den Konflikt in der Ost-Ukraine.

Die ProfessioIMG_3728nalität des Journalisten macht ihn zu dem Richtigen für diesen Job. In der Vergangenheit konnte er diese schon mehrmals unter Beweis stellen. So zum Beispiel 2015 im Brennpunkt:

Nur wenige Minuten nach Sendestart schaltete Moderator Markus Preiß nach Minsk. Die Zuschauer sollten aus erster Hand erfahren, wie der Verhandlungsmarathon von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Co. in der Ukraine gelaufen ist. Der Russland-Korrespondent stand jedoch noch vor der Kamera und rauchte. Als Lielischkies dann seinen Namen hörte und merkte, dass er schon auf Sendung war, ging die Hand mit der Zigarette blitzschnell nach unten. Statt zu zögern oder gar loszulachen, blieb Markus Preiß professionell und führte die Sendung souverän weiter.

Auch zur Flüchtlingsdebatte äußerte sich Markus Preiß in einem Kommentar mit einem eindeutigen Standpunkt. Er stellt darin die Problematik der Flüchtlingspolitik ausführlich dar und nennt  Menschlichkeit und das Verständnis für die Probleme anderer als wichtige Werte in unserer Gesellschaft.

Im Interview erklärt er, ein Jahr nach diesem Kommentar, seine heutige Sicht auf die Flüchtlingskrise:

Für Journalisten sind neben den klassischen Medien auch Social Media Plattformen ein wichtiges Instrument, um Informationen zu erhalten und zu verbreiten. Markus Preiß  ist dort ebenfalls aktiv, vor allem auf Twitter. Seine Kommentare werden dort nicht nur positiv aufgenommen. Im Interview verrät er, wie er damit umgeht.

Die Zukunft

Markus Preiß übernimmt ab dem 1. August 2016 die Leitung des ARD Europastudios in Brüssel. Er löst Rolf-Dieter Krause ab, der sich nach 15 Jahren als Brüssel-Korrespondent in den Ruhestand verabschiedet.

"Die EU steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte" - Markus Preiß blickt realistisch, aber nicht hoffnungslos in die Zukunft. (Foto: Malin Miechowski)
„Die EU steckt in der schwersten Krise ihrer Geschichte“, sagt Markus Preiß.

Markus Preiß sieht der Zeit in Brüssel mit Neugier entgegen:

„Flüchtlinge, Euro-Krise, Brexit-Gefahr, das angespannte Verhältnis mit Russland. Ob diese Probleme gelöst werden können und der Kontinent weiter zusammen-hält, wird uns alle sehr direkt betreffen bis hinein in unseren Alltag. Ich freue mich daher auf eine spannende Zeit und eine große journalistische Herausforderung.“

Als wichtiges Zentrum der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung ist das ARD-Studio in Brüssel ein nächster großer Karriereschritt für den Thüringer.

IMG_3713„Mit Markus Preiß bekommt unser wichtiges Europastudio in Brüssel einen Leiter, der schon viel europapolitische Erfahrung hat, aber weiter neugierig auf Europa geblieben ist. Er wird die Tradition unseres Brüsseler Studios, die komplexen EU-Themen verständlich und publikumsnah zu präsentieren, mit seinen eigenen Ideen fortführen.“

 – Michael Strempel, Leiter der WDR-Programmgruppe Ausland Fernsehen

 

Das Team

Carolin Rau, Michelle Goddemeier, Lilian Fiala, Malin Annika Miechowski, Carina Groß und Lena Bujak

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